Ja, wir klettern auf der Lebensleiter aufwärts und es gibt kein Zurück. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst,
dass bei den Zeilen „…merkst‘ de, of dar ganzen Fahrt hot dor Herrgott dich bewahrt" das Wort „Fahrt" auch für das erzgebirgische Wort „Leiter" steht.
Stehen Sie auch schon etwas weiter oben auf der Lebensleiter? Im übertragenen Sinne hat sich sicher eine Menge Gepäck angehäuft,
das wir die Leiter hinaufschleppen. Wir sind ja keine Kinder mehr. Irgendwann begann der „Ernst des Lebens".
Ist uns damit auch die Fröhlichkeit abhanden gekommen? Gar so ernst muss das Leben nun wirklich nicht sein!
Ist unser Rucksack schwer, weil er mit Angst, Ärger, Neid und Unzufriedenheit gefüllt ist?
Oder reisen wir mit leichtem Gepäck, weil wir Dankbarkeit, Zufriedenheit und Fröhlichkeit in unseren Rucksack gepackt haben?
Vielleicht ist es an der Zeit, den Inhalt unseres Reisegepäcks einmal zu überprüfen.
Möge mein Büchlein dazu beitragen, das schwere Gepäck abzulegen und ab und zu einmal herzlich zu lachen.
Sicher finden Sie in meinen Gedichten auch den Grund meiner Fröhlichkeit – hinter allem sehe ich unseren guten Gott, den Schöpfer aller Dinge.
Und vielleicht entdecken Sie an grauen Tagen, die es trotzdem ab und zu geben wird, ein blaues „Himmelsguckloch"!
Denn hinter den Wolken ist der Himmel blau und die Sonne scheint…
Viel Freude an diesem Büchlein in erzgebirgischer Mundart wünscht Ihnen
Monika Tietze